Testspiel am 18.02.2018
VfB Gartenstadt PM -
PSV 46 Mannheim 2:5 (1:3)
Mit einem im Vorfeld nicht für möglich gehaltenen 5:2 Sieg beim VfB Gartenstadt rehabilitierten sich die 46er eindrucksvoll für die noch vor zwei Wochen so deprimierende 1:6 Pleite im Testspiel gegen die PSV-Aktivität.
Zwar war auch jetzt nicht alles Gold was glänzte, aber 46er-Coach Roland Lederle konnte sich dennoch über eine deutliche Leistungssteigerung seines Team freuen. Und das, obwohl außer den drei Langzeitverletzten Alves da Mota, Kaya und Link mit Dörner, Korbus, und Menke C. drei weitere Stammkräfte fehlten.
Doch seine Defensivreihe Gill/Puha/Zimmermann stand gut und ließ nur in der Anfangsphase leichte Abstimmungsprobleme erkennen. Bereits in der 1. Spielminute eine brenzlige Situation, die aber Torwart Kaßner mit vollem Körpereinsatz gerade noch bereinigen konnte. Im Gegenzug ein erster schneller Konter über Yalcin und Lang, den Letztgenannter auch mit einem gefährlichen Flachschuss, der knapp am Pfosten vorbeiging, abschließen konnte (3.).
Dann aber doch das frühe 1:0 für Gartenstadt, als nach einem unnötigen Ballverlust ein Spieler von halbrechts abzog und mit einem sehenswerten 22-Meter-Schuss ins linke Tordreieck erfolgreich war (6.). Doch davon ließen sich die Gäste nicht beeindrucken und kamen ihrerseits umgehend zu einer Ausgleichschance, aber der Gartenstädter Keeper fischte Strubels 20-Meter-Knaller gerade noch aus dem Eck.
Gleich darauf eine Schrecksekunde für den 46er-Anhang, als Kaßner ein Ball durch die Beine glitt, der zum Glück aber noch so von seiner Ferse abgefälscht wurde, dass er am Tor vorbeiging (9.). Doch vier Minuten später hatten die Fans Grund zum Jubel, denn ihre Mannschaft hatte gerade den Ausgleich erzielt: nach Foul an Lang gab es kurz vor dem Sechzehner Freistoß, und den verwandelte Puha in gekonnter Manier zum 1:1 (13.).
Direkt im Anschluss fast die erneute Führung der Hausherren, als erst ein 18-Meter-Schuss die Oberkante der Latte touchierte (14.), ehe kurz darauf ein Heber über Kaßner nur knapp am Tor vorbei flog. Aber auch die 46er blieben gefährlich, nach einem schönen Angriff verpasste erst Lang die schöne Flanke von Zimmermann, ehe Matias Sousa den Nachschuss neben den Kasten setzte (24.). Und wieder Lang scheiterte wenig später mit seinem Schuss am gegnerischen Goalie (30.).
Nur eine Minute später machte er's aber besser, nach herrlicher Ballstaffette legte ihm Jallow im Strafraum das Leder punktgenau auf, und mit einem platzierten Flachschuss aus acht Metern markierte der Mittelstürmer überlegt das 1:2 (31.). Danach mussten erst mal zwei weitere gute Möglichkeiten der Gartenstädter überstanden werden, als ein Schuss äußerst knapp drüber ging (32.) und Kaßner per Glanzparade den möglichen Ausgleich verhinderte (34.). Dann aber wieder Freistoß für die Gäste, Puha hob das Leder in Höhe des Sechzehners, wo sich zwei Gartenstädter gegenseitig behinderten und Schlitzohr Lang lachender Dritter war und mit seinem Oberschenkel das Spielgerät zum 1:3 über die Torlinie bugsierte (35.).
Klasse dieser Spielverlauf aus 46er-Sicht, und auch nach der Pause blieb man weiter am Drücker. Von den Hausherren jetzt nicht mehr allzu viel zu sehen, die 46er jetzt läuferisch klar besser, was für den weiteren Spielverlauf entscheidend war. So ergaben sich gleich zu Beginn drei hochkarätige Torchancen, erst traf Jallow über rechts kommend nur das Lattenkreuz (47.), danach scheiterte Neuzugang Sano zweimal hintereinander in aussichtsreicher Position (49/50.).
Selbst der Platzverweis für Lang (58.), der sich von seinem Gegenspieler provozieren ließ, änderte nichts an der Überlegenheit der 46er, und nach 67 Spielminuten schlug sich das endlich auch aufs Ergebnis nieder, als Strubel mit einem wahren Kunstschuss aus 23 Metern den Torwart mit einer Bogenlampe zum 1:4 überraschte. Danach schienen die Gastgeber zu resignieren, denn bis fünf Minuten vor Spielende tat sich nicht mehr allzu viel, ehe ein unfaires Tackling an Defensivmann Lietzau den Gartenstädtern doch noch das 2:4 ermöglichte (85.).
Doch selbst darauf hatten die Gäste noch mal eine Antwort parat, als sich Yalcin einfach mal aus 20 Metern ein Herz fasste und draufhielt, und das Leder wie ein Strich im linken Torwinkel zum 2:5 Endstand einschlug (87.). Kurz darauf pfiff der gute Schiedsrichter ab, und zufrieden traf sich die Mannschaft nach dem Duschen noch zu einem kleinen Umtrunk vor dem Gartenstädter Clubhaus.
Nächsten Sonntag erwartet man zum letzten Test vor dem Rückrundenbeginn am 11. März den SV Waldhof 3, Spielbeginn ist um 9.30 Uhr.
-rope-
Schiedsrichter: unbekannt
Zuschauer: 18
Tore:
1:0 (6.)
1:1 (13., Puha)
1:2 (31., Lang)
1:3 (35., Lang)
1:4 (67., Strubel)
2:4 (85.)
2:5 (87., Yalcin)
Es spielten:
Kaßner; Gill, Puha, Zimmermann, Strubel, Barry, Sano, Matias Sousa, Jallow, Yalcin, Lang (Lietzau, Zakaria)