Kasten Spielbericht vom 09.12.2018
(Nachholspiel vom 15. Spieltag)

VfL Kurpfalz Neckarau PM -
PSV 46 Mannheim  6:2 (1:1)

Der PSV reif für die Insel

Mit der vierten Niederlage in Folge verabschiedeten sich die 46er von ihren enttäuschten Fans in die nun folgende, dreimonatige Winterpause, die noch nie so dringend herbeigesehnt wurde wie in dieser Saison!

Wie schon häufiger geschehen in dieser Spielzeit, brach die Mannschaft von PSV-Coach Sören Lederle in der letzten halben Stunde der Partie völlig auseinander, die Folge waren erneut vier Gegentreffer, die die vorausgegangenen 60 Spielminuten, in denen man gegen die Gastgeber auf Augenhöhe agierte, ad absurdum führten! Nach bösen individuellen Aussetzern, die auch in einer Privatmannschaft so nicht passieren dürfen, servierte man dem Gegner die Tore quasi auf dem Silbertablett, mit einem Schnitt von über drei Gegentoren pro Spiel liegt man inzwischen um zwei Tore höher als noch in der letzten Saison!

Die Geschichte des letzten Ligaspiels in diesem Jahr ist relativ schnell erzählt. Nach druckvollem Beginn der Neckarauer, was auch die frühe Führung zur Folge hatte, als nach einem schnellen Angriff die folgende Flanke per Kopf verwertet wurde (11.), fanden die Gäste zunehmend besser ins Spiel. Tilger hatte nach einem Einwurf die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber aus zwölf Metern am gegnerischen Torwart (23.). Auch Strubels 30-Meter-Freistoß konnte der Goalie entschärfen (26.). Doch nach 34 Spielminuten war es soweit: Aybars hatte sich über links kommend durchgesetzt, und dessen punktgenaue Hereingabe köpfte Liga-Goalgetter Zakaria unhaltbar zum 1:1 ein!

In der zweiminütigen Nachspielzeit hatte Mödinger gar noch die Chance auf das 1:2, doch sein strammer Schuss ging um Zentimeter am Pfosten vorbei! Nach der Pause passierte erst mal nicht viel, beide Mannschaften egalisierten sich, und es gab kaum Torszenen. Wie aus dem Nichts dann aber die erneute Führung für Neckarau, als nach einem langen Ball ein Spieler ungehindert zum Kopfball kam (62.). Doch die 46er zeigten Moral, und ausgerechnet der so lange verletzte Kapitän Mödinger markierte mit einem platzierten 20-Meter-Schuss den 2:2 Ausgleich (64.)!

Nur - lange währte die Freude darüber nicht, denn jetzt kam die Zeit der Bescherung, und die Gäste fingen plötzlich an, Geschenke zu verteilen: zuerst bahnte sich ein harmlos anzuschauender Schuss den Weg ins PSV-Gehäuse, wo sich der Ball aus 18 Metern mittig ins Tornetz senkte (65.). Und sechs Minuten später wurde auch eine "Kerze", die ja in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen darf, von der PSV-Abwehr nachgereicht, die sich am Ende ihren "Aufstellplatz" hinter der Torlinie der Gäste suchte (71.). 4:2 also inzwischen, dank Gegentore, wie sie dämlicher nicht hätten fallen können!

Bereits zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel entschieden zu sein, zumal von den Gästen so gut wie nichts mehr kam. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis man sich den nächsten Treffer einfangen würde, was auch fünf Minuten später der Fall war, allerdings unter gütiger Mithilfe des 46er-Schlussmanns: der nämlich ließ einen hohen Ball durch die Hände gleiten, der Rest war dann Formsache für den Neckarauer Stürmer (76.) Das letzte Tor zum 6:2 Endstand fiel schließlich nach einem wahren Slalomlauf durch die Abwehrreihe der konsternierten Gäste (81.), die jetzt jeglichen Widerstand aufgegeben hatten.

Die kommende Winterpause muss von den 46ern dringend genutzt werden, wieder Stabilität in die Defensive zu bekommen, denn nur dann kann man von der Treffsicherheit seines Klassestürmers Zakaria profitieren, der so ziemlich der einzige Lichtblick in der Hinrunde der laufenden Saison war. Es bleibt also viel zu tun, aber wenn die Hausaufgaben richtig gemacht werden, dürfen wir uns 2019 auf einen hoffentlich runderneuerten PSV freuen, der wieder an die erfolgreichen Zeiten der letzten Jahre anknüpfen kann.

                                                                                                                                -rope-

Kasten
Beste Spieler:   Fehlanzeige


Besondere Vorkommnisse:   "Gelb" für Leménager (75.)


Schiedsrichter:    Hans Zimmermann


Zuschauer:    15


Tore:

1:0   (11.)
1:1   (34., Zakaria)
2:1   (62.)
2:2   (64., Mödinger)
3:2   (65.)
4:2   (71.)
5:2   (76.)
6:2   (81.)



Es spielten:

Szelmann; Kaya, Link M., Leménager, Korbus, Gill S., Mödinger, Strubel, Tilger, Aybars, Zakaria (Horschler, Zimmermann)


Kasten
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