Kasten Spielbericht vom 18.08.2019
(1. Spieltag)

MFC 08 Lindenhof -
PSV 46 Mannheim  5:4 (0:1)

Die 46er werden um drei Punkte gebracht

Sein Auftaktspiel beim haushohen Favoriten aus Lindenhof wird der PSV 46 Mannheim noch lange in Erinnerung behalten, allerdings nicht in guter!

Es lief bereits die neunte Minute der Nachspielzeit, und das, obwohl der völlig indisponierte Schiedsrichter Seeberger nach Ablauf der regulären Spielzeit nur fünf Minuten zusätzliche Spielzeit angekündigt hatte! Und so kam was kommen musste, die Gastgeber erzielten just in dem Moment noch den schmeichelhaften Ausgleich zum 4:4, wo das Spiel eigentlich schon lange hätte beendet sein müssen! Und dem nicht genug, Seeberger ließ weitere drei Minuten nachspielen und gab als Krönung des ganzen bei der letzten Aktion des Spiels auch noch Strafstoß für Lindenhof, der zum 5:4 Siegtreffer genutzt wurde.

Kein Wunder, dass jetzt bei einigen PSV-Akteuren die Sicherungen durchbrannten, wieder einmal hatte ein sog. "Unparteiischer" mit absolut nicht nachvollziehbaren Entscheidungen den Spielausgang maßgeblich beeinflusst und die Gäste am Ende wütend und deprimiert zurückgelassen. Die Lindenhöfer aber freuten sich über die unverhofften Geschenke und feierten ausgelassen ihren "Skandal-Sieg", dem Schiedsrichter sei Danků

Dabei waren es die Gäste, die die Partie maßgeblich bestimmt hatten, der neue Coach, Spielertrainer Michael Duckworth, hatte sein neuformiertes Team, wo gleich fünf Neuzugänge in der Startelf standen, hervorragend eingestellt! Vor allem Defensivleader Sascha Schneider agierte in absolut souveräner Manier, dirigierte seine Nebenleute und behielt jederzeit die Übersicht. Er hatte sogar die Zeit sich in den Spielaufbau miteinzuschalten, so war es sein präziser 50-Meter-Pass auf Bayrakci, den dieser fast in Höhe der gegnerischen Eckballfahne annahm und mit einem wahren Kunstschuss Marke "Tor des Monats" zum 0:1 unter die Latte des gegnerischen Gehäuses hämmerte (11.).

Zuvor nur eine einzige Schusschance für Lindenhof, wo sich 46er-Keeper Szelmann aber auf dem Posten zeigte (7.). Nach der verdienten Gästeführung aber energisches Anrennen der Gastgeber, ohne jedoch die gut gestaffelte Abwehrreihe der 46er ernsthaft in Gefahr zu bringen. Lediglich in der 27. Minute ein gefährlicher Schuss an den Außenpfosten, allerdings hatte auch hier Schiri Seeberger ein vorausgegangenes Handspiel nicht geahndet.

Zehn Minuten vor der Halbzeit gar noch die Chance für die Gäste zum 0:2, aber nach Cezanes Solo durch die halbe Lindenhöfer Mannschaft, das nur durch ein Foul gestoppt werden konnte, schoss 46er-Kapitän Strubel den fälligen Freistoß äußerst knapp vorbei (35.). So ging es unter dem anerkennenden Beifall der vielen mitgereisten PSV-Fans in die Pause, ihre Mannschaft hatte bis dato eine imponierende Leistung gezeigt und alle Kritiker und Skeptiker im Vorfeld eines Besseren belehrt!

Es folgte die zweite Halbzeit, in deren weiterem Verlauf sich die Ereignisse noch überschlagen sollten. Den Anfang machten wieder die Gäste, die leistungsmäßig da anknüpften, wo sie aufgehört hatten! Wieder war es Schneider, der blitzschnell die Situation erkannte und in Höhe der Mittellinie einen Freistoß schnell ausführte. Sein langer Ball landete im gegnerischen Strafraum, wo er noch mal aufsprang und anschließend von "Schlitzohr" Lang über den verdutzen Torhüter hinweg per Bogenlampe ins Tor weiterbefördert wurde (49.), neuer Spielstand 0:2!

Danach konnte sich auch mal wieder PSV-Keeper Szelmann auszeichnen, aus kurzer Distanz parierte er einen gefährlichen Flachschuss (53.), heute stimmte einfach alles bei den Gästen! Und die spielten sich jetzt fast in einen Rausch, wobei es die folgenden drei Minuten in sich hatten! Erst war es ihre zweite Sturmspitze, Zakir Gül, der wie "Kollege" Bayrakci gleich im ersten Spiel ein Erfolgserlebnis feiern konnte: der hatte ihm über links kommend die Kugel maßgerecht aufgelegt, und Gül erzielte mit einem platzierten Flachschuss das 0:3 (59.), spätestens jetzt lag sich die gesamte 46er-Gemeinde in den Armen und feierte ausgelassen ihr Team!

Ein kleiner Wermutstropfen dann aber unmittelbar danach, noch freudentrunken wohl die Gäste, die so den Lindenhöfern das 1:3 quasi aus dem Nichts ermöglichten, als ein Flachschuss in Höhe des Sechzehners im linken Eck einschlug (60.). Doch einmal kurz geschüttelt, dann hieß es wieder "Attacke" Richtung Lindenhöfer Tor, wo der gleichnamige Hüter gleich zum vierten Male die Kugel aus dem Netz holen musste: diesmal war es Gül, der Bayrakci mustergültig bediente, denn auch der nutzte gnadenlos die Auflösungserscheinungen in der Lindenhöfer Hintermannschaft und traf mit einem Schuss ins kurze Eck zum 1:4 (61.), es war unglaublich, was den Zuschauern geboten wurde!

Als "Spaßbremse" entpuppte sich dann aber ausgerechnet Ex-46er-Spieler Mödinger, der kurz darauf wieder auf 2:4 verkürzen konnte. Er war im Nachschuss erfolgreich, nachdem Szelmann zuvor noch einen gefährlichen Schuss abgewehrt hatte (66.). Und es kam noch schlimmer für die Gäste, denn nur vier Minuten später gar das 3:4, als wieder ein strammer Flachschuss im linken Toreck landete (70.)!

Doch die zwei Gegentreffer erwiesen sich als Strohfeuer, in der Folge berappelten sich die 46er wieder und verteidigten mit Mann und Maus die Führung. Zwar klare optische Überlegenheit jetzt der Gastgeber, denen aber außer Distanzschüssen nicht viel einfiel und die froh sein mussten, dass bei einem Konter fünf Minuten vor Spielende nicht die vermeintliche Entscheidung zugunsten der Gäste fiel: Cezane hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt und punktgenau in die Mitte zum völlig freistehenden Gül gepasst, der mit seinem Schuss aber am Torhüter scheiterte (85.).

Dann aber waren die 90 Minuten überstanden und alles wartete auf den Schlusspfiff des Schiedsrichters. Der jedoch schien so viel Gefallen an der Partie gefunden zu haben, dass er für alle sicht- und hörbar fünf Minuten Nachspielzeit ankündigte. Was dann aber folgte (s.o.) wird dem bis dato hervorragenden Spiel nicht gerecht, mit seiner überlangen und nicht gerechtfertigten zwölfminütigen (!) Nachspielzeit brachte Seeberger die Gäste um ihren verdienten Lohn und zog sich den Unmut der gesamten PSV-Gemeinde zu. Die 46er werden künftig diesen Schiedsrichter ablehnen, der sich auch nach Spielende uneinsichtig zeigte und jegliches Fingerspitzengefühl vermissen ließ.

                                                                                                                                -rope-

Kasten
Beste Spieler:   überragende Mannschaftsleistung


Special Thanx:   Bayrakci, Cezane, Schneider


Besondere Vorkommnisse:   "Gelb" für Strubel (66.), Menke C. (71.), "Gelb-Rot" für Menke C. (90.+4)


Schiedsrichter:    Erwin Seeberger


Zuschauer:    48


Tore:

0:1   (11., Bayrakci)
0:2   (49., Lang)
0:3   (59., Gül)
1:3   (60.)
1:4   (61., Bayrakci)
2:4   (66.)
3:4   (70.)
4:4   (90.+9)
5:4   (90.+12/FE)


Es spielten:

Szelmann; Topu, Schneider, Puha, Berni, Akan, Duckworth, Strubel, Lang, Gül, Bayrakci (Cezane, Gill I., Inan, Menke C.)

Kasten
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